Die
grundlegende und wunderschöne Grundhaltung des Schamanismus
ist die Einsicht, dass individuelle Krankheit unter anderem auf einer Störung
des Flusses und der Harmonie zwischen dem Menschen und der Erde, zwischen dem
Menschen und dem Kosmos oder zwischen dem Menschen und der Gemeinschaft in der
er lebt, beruhen kann. Der Mensch wird krank, wenn er sich abkapselt vom Ganzen,
wenn er in seinem Leben grundsätzliche Gesetzmäßigkeiten missachtet, wenn er ausbeutet
oder übervorteilt, wenn er dem eigenen Ego mehr Bedeutung gibt als der Gemeinschaft.
Dementsprechend ist das Bemühen um Heilung geprägt von Ritualen, die der Wiederherstellung
der Harmonie mit der Erde und dem Kosmos und damit mit dem eigenen Leben und
Körper dienen. Verbunden ist das oft mit der Aufforderung zu lernen und Änderungen
im Leben vorzunehmen. Gleichzeitig wird das Vertrauen gestärkt, dass starke Selbstheilungskräfte,
unterstützt von den Kräften der Natur zur Heilung führen werden.